Mosel Türen
richtungselemente zur Geltung bringen. Die sogenannten Neo-Neutrals gehen deutlich über den klassischen Kanon aus Beige, Grau und Weiß hinaus. Sie sind reichhaltiger, passen sich aber dennoch an unterschiedlichste Ein- richtungsstile an. Neo-Neutrals tragen Nuancen in sich, die man erst auf den zweiten Blick erkennt: ein Hauch Oliv, ein feiner Grauschleier, ein fast unsicht- barer Sandton. Diese Untertöne verleihen den Farben eine besondere Ruhe. Pfefferweiß etwa strahlt Klarheit aus, bleibt dabei aber weich. Sandtöne verbinden Leichtigkeit mit natür- licher Tiefe. Und Olivbeige – eine Mischung aus Beige und einem sehr zarten Grünanteil – schafft Räume, in denen sich sowohl Holz als auch Metall mühelos integrieren lassen. Neo-Neutrals passen sich ideal der Lichtstim- mung an und können daher großflächig einge- setzt werden, ohne monoton zu wirken. Zudem eignen sie sich ideal als Grundlage für stärkere Akzenttöne. Pudrige Pastelltöne: zart, aber mit Haltung Pastelltöne galten lange vor allem als verspielt und leichtgewichtig. Die neuen Pastelltrends sehen das anders. Hellblau, Mintgrün, Laven- del und pudriges Rosa kehren zurück – aller- dings in einer deutlich gereiften Form. Ihre Pigmente sind gedämpft, ihre Oberfläche ist matt, ihre Wirkung ist ruhiger und dabei mar- kanter. Das neue Hellblau ist nicht maritim oder ste- ril, sondern bringt die Klarheit und Ordnung moderner Architektur in den Raum. Mintgrün steht nicht mehr für reine Vintage-Roman- tik, sondern verbindet Frische mit natürlicher Ruhe. Lavendel ist einer der überraschends- ten Trendtöne: Es zeigt sich weniger lila und weniger süßlich als früher. Dafür entfaltet es seine beruhigende Wirkung. Das neue Rosa hat nichts mehr mit verträumter Nostalgie zu tun. Es ist staubig, erdig und warm. All diese Pastelltöne entfalten ihre Wirkung vor allem über Flächenwirkung und Licht. Sie öffnen kleine Räume, lassen sie dabei jedoch nicht kalt erscheinen. Sie integrieren sich her- vorragend in modern-minimalistische Einrich- tungen, aber auch in skandinavisch inspirierte Wohnstile oder zeitgemäße Landhausinterpre- tationen. Wer die neuen Pastelle richtig ein- setzt, schafft Räume, die sowohl klar struktu- riert als auch emotional zugänglich sind. Grün- und Naturtöne: für jedes Gefühl die richtige Nuance Kaum eine Farbfamilie hat sich in den ver- gangenen Jahren so beständig in der Inter- ior-Welt gehalten wie die Naturtöne zwischen Salbei, Oliv, Moos und Ozean. Jetzt werden sie noch tiefer und differenzierter. Der Trendton „Transformative Teal“ etwa spielt bewusst mit der Grenze zwischen Blau und Grün. Er wirkt kraftvoll, aber nicht drückend; tief, aber nicht schwer. Ein Ton, der Energie gibt und gleich- zeitig beruhigt. Grüntöne stehen seit jeher für Naturverbun- denheit, entfalten aber auch im urbanen Um- feld ihre Wirkung. Türkise Nuancen bringen die Ruhe des Wassers, Ozeantöne erzeugen dabei Tiefe. Sanfte Grüntöne wie Salbei oder „Toskana“ wirken warm mediterran und sorgen besonders in lichtdurchfluteten Räumen für Harmonie. Olivtöne wiederum betonen Mate- rialien wie Holz oder Leinen und bringen eine gedämpfte Eleganz mit, die perfekt in moderne Wohnküchen, Esszimmer oder offene Wohnbe- reiche passt. Von der Natur inspirierte Farben kommen in Kombination mit fühlbaren Holzstrukturen noch besser zur Geltung. Hier: Verso Structura anthrazit. Neo-Neutrals und Pastell- töne sorgen für Klarheit und Ruhe und schaffen dabei eine Bühne für Möbel und Accessoires. 38 39 Die neuen Farbtrends
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