Mosel Türen
Einrichten für die Zukunft: Nach haltigkeit als neuer Orientierungs punkt Nachhaltigkeit ist längst nicht mehr Nebensache. Was bedeutet das für ein Interior Design, das nicht nur heute, sondern auch morgen über- zeugen soll? Es bedeutet, dass wir auch im pri- vaten Raum das ganze Leben eines Produkts mitdenken. Zertifizierte Hölzer, Materialien mit hohem Wie- derverwendungsanteil und kurze Lieferwege spielen dabei eine gro- ße Rolle. Gleichzeitig wird Langle- bigkeit zum wichtigsten Kriterium. Dieses Denken überträgt sich auf den ganzen Raum. Man wählt lie- ber weniger, dafür besser. Und man entscheidet sich für Dinge, die nicht schnell aus der Mode kommen. Das gilt nicht nur für Möbel, sondern vor allem auch für die Grundausstattung, die man nicht ständig wechselt. Ge- rade für uns als Türenhersteller ist dieses veränderte Bewusstsein ein Thema, das im Fokus steht, nicht nur weil uns selbst daran gelegen ist, sondern weil auch die Verbraucher hier immer höhere Ansprüche stel- len. Das ist auch gut so! Back to nature: Naturmaterialien als Ruhepol Ganz nah bei diesem Thema liegt ja die Bewegung hin zu materialehr- lichen, ursprünglichen Oberflächen. Welche siehst du auch mit Blick auf die nächsten Jahre vorne? Naturstein ist sehr präsent. Tra- vertin ist wegen seiner weichen, of- fenporigen Struktur beliebt. Matt geschliffener Marmor in cremigen oder hellgrauen Tönen taucht viel- fach auf. Bei Holz bleiben Eiche und Nussbaum die Favoriten, eher geölt als hochglänzend. Keramik kommt in matten, handwerklichen Ober- flächen. Bei Textilien stehen Rattan, Leinen und Jute hoch im Kurs. Ins- gesamt sehen wir Materialien, die altern dürfen und durch die Spuren des täglichen Gebrauchs schöner und lebendiger werden. Naturstein und dunkle Hölzer gelten eher als schwer. Wie passen sie zu den weichen, leichten Formen und Farben, über die wir hier schon ge- sprochen haben? Durch Licht und Proportion. Ein schwerer Esstisch braucht eine leich- te Leuchte. Naturstein gewinnt, wenn er mit weichen Polstern oder hellen Textilien kombiniert wird. Beson- ders stimmig wirkt die Einrichtung, wenn die Materialwelt nicht abrupt endet. Wenn der Holzton aus dem Möbel sich in kleineren Flächen wie- derfindet, etwa in einem Rahmen oder in einer Tür, entsteht ein ruhi- ger Gesamteindruck. Naturmaterialien wie Holz, Rattan und Leinen lassen sich gut unterein- ander kombinieren. 32
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy ODE0MjQ=