Mosel Türen
Das große Ganze: aus Räumen ein Zuhause machen Wir sprechen viel über Möbel, aber am Ende bist du ja vor allem auch Ex- pertin für das Thema Türen. Ein biss- chen hast du dazu auch schon gesagt, aber kannst du uns auch hier einen kleinen Ausblick geben? Türen werden als Designobjekt wichtiger. Wenn Wohnen weicher, natürlicher und ruhiger wird, wün- schen sich viele eine stimmige Ver- bindung zwischen den Bereichen. Das betrifft dann Böden, Farben, Licht, aber eben auch Türen. Harmo- nisch wirkt ein Zuhause dann, wenn man beim Wechsel von einem Raum in den nächsten keinen Bruch spürt, sondern eine Fortsetzung. Hast du einen konkreten Tipp für die- ses Gefühl von „aus einem Guss“? WiederkehrendeMaterialien sind der Schlüssel, und bei Türen zeigt sich das besonders deutlich. Eine Tür ist eine der größten zusammen- hängenden Flächen im Raum, die man täglich sieht und anfasst. Wenn sie Material und Farbwelt aufnimmt, zum Beispiel einen Holzton aus dem Wohnbereich oder eine ruhige, mat- te Wandfarbe, wirkt der Übergang automatisch stimmiger. Mein Tipp ist deshalb, Türen nicht als Abschluss zu denken, sondern immer als ver- bindendes Element. Sie geben Ruhe, schaffen bei Bedarf Rückzug und tra- gen die Gestaltung von einem Raum in den nächsten. Multifunktion klingt ein bisschen nach Kompromiss. Das war früher vielleicht so. Gute, multifunktionale Möbel sind heute ästhetisch genauso stark wie klas- sische Solitäre. Ein ausklappbarer Tisch an der Wand ist nicht mehr ein Notnagel, sondern ein gutes Design. Das Gleiche gilt für Stauraum-Sofas oder Raumtrenner mit Arbeitsplatz. Funktion ist ein Teil der Schönheit geworden. Funktionalität heißt vielfach auch smart. Smart ist dann gut, wenn es un- aufdringlich bleibt. Beleuchtungs- systeme, die per App Lichtstimmun- gen schaffen, sind dafür ein Beispiel. Oder Möbel mit integrierten Lade- flächen und sauberer Kabelführung. Das Ziel ist, weniger Technik sicht- bar zu machen, aber mehr Komfort zu schaffen. Zukunftsvisionen: flexible Möbel, smarte Funktion In der Büroeinrichtung sieht man ja schon länger eine Bewegung hin zu mehr Flexibilität. Das setzt sich zu- nehmend in privaten Räumen fort. Was heißt das konkret für alle, die heute ihr Zuhause einrichten? Bei aller Wertschätzung lang- lebiger Lösungen wünschen sich die Menschen auch Abwechslung. Gleichzeitig sollen sich Möbel an das Leben anpassen, und das steht eben nie still. Wir sehen darum, dass Möbel beweglicher und modularer werden. Regalsysteme lassen sich stecken statt schrauben. Würfel oder Module ergeben je nach Bedarf Side- board, Bank oder Raumteiler. Sofas bestehen aus Elementen, die man umstellen kann. Dazu kommt ein Fokus auf leichtes Handling, also ge- ringeres Gewicht, Rollen, klappbare oder ausziehbare Funktionen. Funktion ist ein Teil der Schönheit geworden. „ Modulare Möbelsysteme sorgen für Abwechslung und erhöhen dank durch- dachter Zusatzfunktionen den Wohnkomfort. 34 35 Zwischen cozy und smart
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