Mosel Türen

Margret, Daniel, Frank, ihr führt das Unterneh­ men in zweiter und dritter Generation. Was be­ deutet das im Alltag? Margret Borne-Müllerklein: Für uns heißt das vor allem Verantwortung. Wer ein Familienunterneh- men führt, denkt nicht in Quartalen, sondern in Jahr- zehnten. Entscheidungen müssen auch in zehn oder zwanzig Jahren noch tragfähig sein – für unsere Mit- arbeitenden, für unsere Partner im Fachhandel und für die Kunden, die unsere Türen lange nutzen. Daniel Müllerklein: Und es heißt Nähe. Wir ken- nen viele unserer Händler seit Generationen. Man- che begleiten uns seit den Anfängen. Dieses Ver- trauen verpflichtet. Wir müssen verlässlich sein. Wir machen bewusst nicht alles, was möglich ist. Aber alles, was nötig ist. Seit Jahren stehen Begriffe wie „Einfachheit“ im Mittelpunkt eurer Kommunikation. Warum ist euch Klarheit so wichtig? Daniel Müllerklein: Weil Türen ein Low-Interest- Produkt sind. Niemand möchte sich wochenlang mit Türtechnik beschäftigen. Händler und Endkunden wollen eine klare Entscheidung treffen – ohne Risi- ko, ohne Stress. Unser Anspruch ist es, Komplexität intern zu lösen und nach außen Einfachheit zu bieten. Frank Borne: „Einfach“ heißt dabei nicht ba- nal. Eine Tür besteht aus vielen Details: Mittellage, Oberfläche, Bänder, Zarge, Funktionen. Das darf technisch anspruchsvoll sein. Aber für den Kunden muss das Ergebnis klar und verständlich sein. Diese Haltung prägt unsere Entwicklung, unsere Beratung und unseren Service. Wie übersetzt sich dieses Prinzip konkret in den Alltag? Daniel Müllerklein: Zum Beispiel in ein Sorti- ment, in dessen Struktur man sich schnell zurecht- findet. Auch bei Funktionen wie Schallschutz oder Einbruchschutz bieten wir definierte Pakete an. Kei- ne unendlichen Varianten, sondern durchdachte Lö- sungen. Frank Borne: Und wir investieren in Prozes- se. Eine Tür muss sauber gefertigt, geprüft und do- kumentiert sein. Digitale Prüfstationen, definierte Qualitätskriterien, feste Abläufe – all das sorgt dafür, dass der Händler sich auf uns verlassen kann. Ein- fachheit entsteht durch Disziplin. Verlässlichkeit ist ein Stichwort. Wie sichert ihr Qualität langfristig? Daniel Müllerklein: Durch klare Standards. Un- sere Türen werden in Deutschland gefertigt. Und die Qualitätssicherung bei Mosel Türen gilt in der Bran- che als Benchmark. Das Thema Umwelt nimmt auch in diesem Ma­ gazin breiten Raum ein. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für euch? Margret Borne-Müllerklein: Eine zentrale. Wer in Generationen denkt, muss auch Ressourcen scho- nen. Wir haben unsere Energieversorgung in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Eine Photovoltaikanlage bringt 1.500 kWp Leistung und ein eigenes Holzheizkraftwerk verwertet energetisch Holzreste aus der eigenen Produktion. In Summe de- cken wir mit unserer eigenen Erzeugung unseren Be- darf an Wärme und Strom. Aber es geht dabei nicht nur um Energie? Frank Borne: Richtig. Auch bei Verpackungen stellen wir um. Zargen verpacken wir zunehmend mit Materialien mit Recyclinganteil. Noppenpapier ersetzt Schritt für Schritt Schaumstoff. Türblätter kommen seit Jahren in stabilen Kartonagen ohne Sty- ropor zum Fachhandel. Das sind viele einzelne Maß- nahmen – in Summe machen sie einen Unterschied. Margret Borne-Müllerklein: Hinzu kommen kurze Lieferwege. Viele unserer Rohstoffe stammen aus Deutschland, ein großer Teil aus der Region. Das reduziert Transportaufwand und schafft Transparenz. Wie verbindet ihr diese Haltung mit Wirtschaft­ lichkeit? Margret Borne-Müllerklein: Wir setzen nicht nur auf Qualität made in Germany. Wir haben über- dies den Anspruch, dieses sehr hohe Qualitätsniveau zu einem überzeugenden Preis anzubieten. Die Klar- heit in unserem Sortiment erlaubt uns auch klare Prozesse und Strukturen. Durch die so gewonnene Effizienz können wir unseren Kunden ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und gleichzeitig wirtschaftlich handeln. Daniel Müllerklein: Diese Philosophie bewährt sich gerade in diesen Zeiten. Angesichts steigender Baukosten können sich viele Menschen nicht mehr leisten, neu zu bauen oder gründlich zu renovieren. Wir fühlen uns verpflichtet, herausragende Qualität zu überzeugenden Konditionen für viele Menschen zu liefern. Was treibt euch persönlich an? Margret Borne-Müllerklein: Die Verantwortung für die Menschen im Unternehmen. Über 500 Mit- arbeitende geben täglich ihr Bestes. Dieses Engage- ment verdient eine klare Richtung und verlässliche Entscheidungen. Daniel Müllerklein: Mich motiviert der Gedan- ken, ein Traditionsunternehmen in einer eher kon- servativen Industrie stetig weiterzuentwickeln. Mein Großvater hat 1956 den Grundstein gelegt – und ist durch Fokus sowie eine klare Haltung schnell ge- wachsen. Wir führen das weiter – mit neuen Tech- nologien, aber mit derselben Haltung. Als innovativer Mittelständler made in Germany haben wir auch in Zukunft Verantwortung nicht nur für unsere Wirt- schaft, sondern vor allem auch für unsere Gesell- schaft. Dieser Grundsatz treibt mich jeden Tag an. „ Klarheit ist unser Prinzip Frank Borne, Margret Borne-Mül- lerklein und Daniel Müllerklein über Haltung, Verantwortung und warum „einfach“ seit vielen Jahren ein zen- trales Leitmotiv des Familienunter- nehmens ist. Zwei Generationen, ein Anspruch: Türen so zu bauen, dass Händler und Endkunden schnell und sicher entscheiden können. Frank Borne, Margret Borne-Müllerklein und Daniel Müllerklein sprechen über familiäre Verant- wortung, klare Prozesse, Umweltmaßnahmen und darüber, warum klare und einfache Lösungen oft die größte Leistung sind. Ein Gespräch über Haltung – und über ein Unternehmen, das in Generationen denkt. Türen made in Germany: Wir fertigen unsere Türen ausschließlich in Deutsch- land – in Trierweiler nahe der Mosel. 74 75 Klarheit ist unser Prinzip

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